Äußerer + innerer Aufbau der Zähne
Die Zahnkrone (Corona dentis) ist der im Mund sichtbare Teil des Zahnes, und je nach Funktion (schneiden, halten, mahlen) geformt.
Die Kauflächen der großen- und kleinen Mahlzähne (Molaren und Prämolaren) sind mit Höckern und Einschnitten versehn (Fissuren), den Rest bezeichnet man als Glattflächen.
Die Eckzähne (Canini) sind spitz, und dienen dem Festhalten der Nahrung. Schneidezähne (Inzisivi) sind dagegen zum Abbeissen gedacht, sie haben eine Schneidekante.
Im Übergang von der sichtbaren Zahnkrone zur nicht sichtbaren Zahnwurzel macht die Zahnkrone längs eine bauchige Wölbung, um den empfindlichen Zahnfleischrand vor Speiseresten zu schützen und Verletzungen davon zu vermeiden.
Diese Wölbung geht dann in den Zahnhals (Cervix dentis) über, der allerdings schon vom Zahnfleisch bedeckt ist. An dieser Stelle läuft der sichtbare Zahnschmelz aus und endet. Er dient nur in der Mundhöhle als Schutz des sich darunter befindendem empfindlichen Zahnbein.
Die gesamte Zahnkrone ist mit einer dünnen schicht Zahnschmelz (Enamelum) überzogen, die härter ist als das Zahnbein und den Zahn vor Säuren und harten Nahrungsmitteln schützen soll. Ebenso wirkt er leicht isolierend für thermische Reize, da er nicht mit Nervenbahnen versorgt wird, sondern sich vom Speichel ernährt.
Das Zahnbein (Dentin) ist hingegen dem Zahnschmelz weicher und wird in feinen Kanälchen mit Nährstoffen und Nerven versorgt.
Die Zahnwurzel (Radix Dentis) verankert den Zahn fest im Kiefer und ist für unser Auge vom Zahnfleisch verdeckt. Sie verjüngt sich zum Ende hin, wo sich auch der Ein- und Ausgang des Zahnnervs und der Gefäße durch ein winziges Wurzelloch (Foramen apicale) am Ende befindet. Diese Gefäße und Nerven ernähren den Zahn und lassen ihn fühlen. Sie sind von faserarmen und lockerem Bindegewebe, auch Zahnmark (Pulpa) genannt, umgeben. Über sie werden die feinen Kanälchen im Zahnbein versorgt.
Je nach Zahn haben wir nur eine Wurzel – und somit auch nur einen Nerv Ein- und Austrittspunkt – oder, wie bei den Mahlzähne, zwei – drei - oder sogar vier Wurzeln!
Pro Wurzel ein Nerv Ein- und Austrittspunkt!
Der Zahn selbst wird im Kieferknochen vom Zahnhalteapparat (Parodontium) beweglich verankert. So genannte Sharpeysche Fasern sind wie viele kleine Gummiseile zwischen der Zahnwurzel und dem Zahnfach (Alveole) gespannt. Sie halten ihn damit fest und lassen ihm trotzdem eine leichte Nachgiebigkeit.
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