Befestigungs- und Unterfüllungsmaterialien
Manchmal muss man unter eine Kunststoff-Füllung zum Schutz der sehr empfindlichen Pulpa (Zahninnenleben/Nerv) eine so genannte Unterfüllung legen. Das ist nötig, um thermische und chemische Reize von der Pulpa zu isolieren.
Auch zum Befestigen von Zahnersatz, wie zum Beispiel Kronen, benötigt der Zahnarzt bestimmte Befestigungsmaterialien. Hier ein paar Beispiele für möglich Unterfüllungs- und Befestigungszemente:
Zinkphosphatzement besteht zu 80-90% aus Zinkoxid, ca. 10% aus Magnesiumpulver und weiteren Zusätzen. Die Flüssigkeit ist eine 55%ige Phosphorsäure. Um Kronen, Brücken oder sonstigen festen Zahnersatz zu befestigen, wird der Zement in einer sahnigen Konsistenz angemischt. Für Unterfüllungen, und auch Aufbaufüllungen unter festem Zahnersatz, eher fest – fast knetbar.
Dieser Zement ist feuchtigkeitsempfindlich, es muss also beim einbringen für einen völlig trockenen Untergrund gesorgt sein. Dieser Zement wird meist verwendet um Inlays, Onlays, sowie Kronen und Brücken fest zu zementieren.
Polyakrylsäurezement besteht hauptsächlich Zinkoxid, die Flüssigkeit aus einer Polyakrylsäure. Dieser Zement bindet sehr schnell ab und ist extrem haftfähig. Er ist feuchtigkeitsunempfindlich und eignet sich sehr gut um feste Zahnspangen zu befestigen sowie auch festen Zahnersatz zu zementieren. Er ist auch als Unterfüllungsmaterial geeignet.
Kalziumhydroxid-Präperate sind alkalische und desinfizierend wirkende Unterfüllungsmaterialien, die aber heute nur noch als Pulpendeckung (Pulpa – Zahninnenleben/Nerv) fungieren. So schützt er die Pulpa vor einer möglichen Entzündung und wird meist bei tiefergehenden Kunststoff-Füllungen oder punktuellen Eröffnungen der Pulpa verwendet.
Als Unterfüllung sind sie weniger geeignet, da sie kaum Druck standhalten.
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