Zahnersatz

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Definitive Füllungsmaterialien

Hat ein Zahn dann doch mal mal Karies abgekommen, muss er eine Füllung bekommen! Früher gab es Amalgam-Füllungen, die man allerdings heute nicht mehr gerne verwendet. Man greift lieber zu speziellen Kunststoffen (Komposite) und Glasionerzement.

Amalgam ist eine Legierung, also eine Mischung unterschiedlicher Metalle mit eigenen Eigenschaften, die aus Quecksilber, Silber, Zinn, Zink und Kupfer besteht. Der Vorteil gegenüber anderen Füllungsmaterialien liegt in seiner hohen Druck- und Bruchfestigkeit.

Da Amalgam ein guter Wärmeleiter ist, sind viele Füllungen leider sehr temperaturempfindlich. Zudem härtet es erst nach 24h aus und man muss noch einmal zum Zahnarzt um die Füllung polieren zu lassen damit man eine glatte Oberfläche erhält.

In seltenen Fällen kann Amalgam auch gesundheitsschädigend sein. Während es Zahnarzt und Personal mit den Quecksilberdämpfen permanent gesundheitlich belastet, kann auch das anteilige Quecksilber schädlich für den Patienten sein.

Komposite hingegen ist eine Kombination aus organischen Kunstoffen (Verwandte der Akrylsäure) und anorganischen Füllstoffen (feinste Pulver aus Glas, Quarz oder Silikate). Entweder werden sie mit blauem UV-Licht ausgehärtet, oder sie härten per Autopolymerisation aus, also von selbst.

Definitiver Vorteil von Komposite-Füllungen: es ist ein zahnfarbener Füllstoff, der sich ganz genau an die Zahnfarbe des Patienten anpassen läst. Es gibt ein großes Spektrum an Zahnfarben die perfekt auf den Patienten abgestimmt werden können. Sie sind gesundheitlich total unbedenklich und haben sich mittlerweile auch über jahrelange positive Erfahrungen in Bisskraft bewiesen.

Sie werden leider nicht vollständig von der Kasse bezahlt, sondern man muss einen Eigenanteil bezahlen. In der Regel sind das zwischen 50,- und 200,- Euro, je nach Größe des Defektes und der Abrechnungsform des Zahnarztes. Die Krankenkasse übernimmt nur den Anteil für das Amalgam.

Viele Zahnärzte weigern sich heute Amalgam-Füllungen zu legen, da sie es selbst nicht vertreten wollen/können.

Ebenfalls gebräuchlich als Füllungsmaterial in der Zahnheilkunde ist Glasionomerzement.
Glasionomerzement besteht aus Aluminiumsilikatglas mit Kalzium und Fluoridzusätzen, die Flüssigkeit aus einer 50%igen Polyakrylsäure. Es ist zahnfarben, leicht transparent und haftet gut an der Zahnsubstanz. Leider ist dieses Füllmaterial keinem großem Druck gewachsen und dient hauptsächlich als Zahnhalsfüllung (nur als provisorisches Füllmaterial, wird meist noch mit einer Kunsstoffschicht überzogen) oder als Milchzahnfüllung.
Dieser Füllstoff wird gerne auch als Befestigungswerkstoff für Inlays, Onlays, sowie Kronen und Brücken benutzt. Durch die Beigabe von Fluoridionen bei diesem Füllstoff, kann man durch den Einsatz auch Sekundärkaries vorbeugen.


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