Zahnersatz

Tipps zu Zahnersatz & Zahnpflege

Implantation - Einsetzen des Zahnimplantates

Nach den ganzen diagnostischen Maßnahmen und Besprechungen folgt nun der Termin für die Implantation.  Also die Operation, wo das Implantat in den Knochen geschraubt oder geklopft wird. Klar hat man kurz zuvor bedenken und macht sich Gedanken - ist ja schließlich eine Operation. Diese Bedenken sind allerdings unbegründet! Die Erfahrungen der Patienten sagen aus, dass eine Zahnextraktion schlimmer ist im Schmerzverhältnis. Von den meisten wird am nächsten Tag nicht einmal eine Schmerztablette benötigt! Klar, bei aufwendigeren Operationen, also im Falle eines großen Knochenaufbaues oder eines Sinusliftes ( Kieferhöhlenanhebung) sind die Schmerzen danach etwas schlimmer - aber immernoch vergleichbar mit einer Wurzelspitzenresektion. Aber hier geht es jetzt um das setzen eines Implantates ohne komplizierte Ausgangssituation!

In den meisten Fällen findet eine Implantation ambulant beim Zahnarzt/Kieferchirurg statt. Im besten Falle in einem dafür vorgesehenen Raum, natürlich unter sterilen Bedingungen. Es wird mit speziellen Sets der Implantathersteller gearbeitet, die natürlich auch steril sind! Je nach Grundsituation dauert eine Implantation zwischen fünfzehn Minuten und zwei Stunden - je nach Erfahrung des Behandlers, Art des Implantates und vorallem der Menge der einzubringenden Implantate. Eine lokale Anästhesie ist vollkommen ausreichend - bei starken Angstpatienten wird auch mal auf ein Beruhigungsmittel zurück gegriffen.

Nachdem die Anästhesie zu wirken begonnen hat und der Patient mit sterilen Tüchern abgedeckt wurde, beginnt die Implantation. Mit dem Skalpell wird die Schleimhaut eröffnet, und Schleimhaut sowie das Periost ( Knochenhaut) vollkommen zurückgeschoben - der Knochen wird also freigelegt, so das er von allen Seiten zugänglich ist. Dies ist auch ohne Freilegung des Knochens in gewissen Fällen möglich, also direkt durch die Schleimhaut - wird aber eher selten gemacht.

Die Vorbohrungen im Knochen für das Implantat sind vollkommen Schmerzfrei! Meist wird mittels einerzuvor angefertigten Schablone die genaue Bohrposition überprüft. Diese wurde zuvor über Röntgenbilderdiagnose sowie Modellen ausgemessen und angefertigt. Es wird mit unterschiedlichen Bohrergrößen vorgebohrt, bis die gewünschte Größe erreicht ist. So wird der Knochen geschont und aufgefangene Knochenspähne können für kleine Knochenaufbauten um das Implantat genutzt werden.

Das Implantat wird nun eingeschraubt oder eingeklopft - je nach System. Allerdings werden Klopfimplantate meist bei Kieferhöhlenabhebungen verwendet. Das Implantat bekommt obenauf noch eine Verdeckschraube, damit der Hohlraum zum einbringen der Suprakonstruktion (Verbindung zwischen Implantat und Ersatz) zu ist und keine Keimnische bildet. Nun wird Die Schleimhaut einfach wieder mit einer kleinen Naht verschlossen, die nach ca 10 tagen entfernt wird. Abschließend wird eine Rundumaufnahme (OPG) zur Überprüfung gemacht. Die Einheilphase dauert ca 3-6 Monate!


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