Periimplantitis - die Parodontitis beim Implantat
Bei einer Periimplantitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches und Abbau des Knochens, die das Implantat umgeben und halten. Dies ist meistens der Auslöser für den Verlust eines Zahnimplantates!
Eine Periimplantities entsteht aus bakteriellen Plaqueablagerungen unter dem Zahnfleisch ( subgingivale Beläge und Konkremente), die vom Patienten zu hause nicht entfernt werden können. Deshalb spielt natürlich auch beim Zahnimplantat die Pflege, Hygiene und Prophylaxe eine sehr große Rolle - wie bei einem normalen Zahn auch.
Unter festen Versorgungen, wie Implantatgetragene Brücken und Kronen, kann sich unterhalb der Suprakonstruktion ( Verbindung zwischen dem eigentlichen Implantat und der Krone) besonders gut Plaque anhaften. Die Ausscheidungen der Bakterien die in dieser Plaque leben, sind sehr sauer und lösen den Knochen auf. Dadurch entstehen vertikale Krater zwischen Implantat und Knochen, wo sich wiederum neue Plaque einlagert. So schreitet der Abbau des Knochens immer weiter fort, bis das Zahnimplantat sich lockert, da es quasi nur noch in entzündlichem Gewebe steht.
Aus diesem Grund sollte man alle drei-sechs Monate zur Kontrolle gehen, um dies frühzeitig zu erkennen und reagieren zu können. Ebenso sollte regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden - gerade mit Implantatversorgungen. In diesem Fall werden tiefliegende Beläge (sogenannte Konkremente) mit einem Kunststoffscaler entfernt, da Metall das Implantat an seiner empfindlichen Oberfläche beschädigen könnte.
Ebenso wie bei der Parodontitis, spielt auch hier das Rauchen eine Rolle. In vielen Studien wird deutlich hervorgehoben, dass gerade Raucher mehr Parodontitis/Periimplantitis-Probleme haben, und diese auch schneller fortschreiten. da hilft nur aufhören!
Eine Möglichkeit zur Therapie ist es, bei lokaler Betäubung das Implantat freizulegen, das entzündliche Gewebe zu entfernen, und mit einem künstlichen Knochengranulat oder Eigenknochen den Krater zwischen Knochen und Zahn aufzufüllen (Augmentation). Dies braucht dann ca sechs Monate, um richtig zu verknöchern.
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