Provisorische Füllungsmaterialien
Manchmal ist es nicht möglich einen Zahn gleich definitiv mit einer Füllung zu versorgen. Das kann z.B. der Fall sein, wenn das Zahnfleisch bei der Behandlung blutet und der Zahnarzt dadurch keinen trockenen Untergrund bekommt, um eine dichte endgültige Füllung zu legen.
In diesem Fall verschließt man den Zahn provisorisch und macht die Füllung eine Woche später, wenn das Zahnfleisch nicht mehr so gereizt ist. Auch bei einer Wurzelbehandlung werden temorär provisorische Füllmaterialien genutzt! Da der Zahnarzt bei einer Wurzelbehandlung in mehreren Sitzungen den Zahn eröffnen muss, um die Wurzelkanäle zu säubern, wird der Zahn nur provisorisch verschlossen - bis zur letzten Sitzung.
Zeitlich befristete Füllungsmaterialien dienen also Ersatz, bis eine definitive Füllung zum Einsatz kommt.
Hier ein paar der für provisorische Füllungen verwendeten Materialien: man unterscheidet Zinkoxid-Eugenol-Zement, EBA-Zement und Zinksulfatzement (Fletcher).
- Zinkoxid-Eugenol-Zement besteht aus Zinkoxid-Pulver und Eugenol.
Eugenol ist ein Hauptbestandteil des Nelkenöls und leicht ölhaltig. Das Eugenol wirkt antibakteriell und ist leicht betäubend. Sollte aber nicht zu nah am Zahnnerv verwendet werden, da es diesen schädigen kann! Meist in Verwendung um provisorische Kronen und Brücken zu zementieren. - EBA-Zement ist ein modifizierter Zinkoxid-Eugenol-Zement der außerdem noch Ethoxybenzoesäure enthält. Der Vorteil gegenüber dem anderen Material liegt klar in der längeren Verarbeitungszeit.
Dieser Zement härtet auch in Verbindung mit Feuchtigkeit gut aus und eignet sich sehr gut für provisorische und auch endgültige Füllungen (z. B. für endgültige Milchzahnfüllungen oder unter Zahnersatz). - Zinksulfatzement (Fletcher) besteht aus Zinkoxid, Zinksulfat und Kalziumsulfat und wird mit Wasser angemischt. Dieser schließt sehr dicht und wird ausschließlich für provisorische Füllungen verwendet.
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