Zahnersatz

Tipps zu Zahnersatz & Zahnpflege

Zahnimplantate

Das Zahnimplantat ist in vielen Fällen der optimale, wenn auch aufwändigste, Ersatz für natürliche Zähne, da die “künstliche Zahnwurzeln” in Form von Implantaten die Rückbildung des Kieferknochens (im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnersatz Alternativen) vermeiden.

Die Zerstörung von natürlichen Zähnen kann viele Ursachen haben:

  • Karies
  • Unfälle
  • Ungenügende Zahnreinigung mit der Ablagerung von Plaque und Zahnstein
  • Parodontalerkrankungen wie Parodontose oder Parodontitis
  • Erkrankungen im Zahnwurzelbereich wie Zysten
  • Zu intensives Zahnreinigen mit abrasiven Zahnpasten (Zahnhalskaries)
  • Natürlicher Verschleiß der Zahnoberfächen (Abrasion)
  • Fehlbelastung infolge von fehlenden Zähnen oder bei nicht erfolgter kieferorthopädischer Behandlung bei Fehlstellungen u.v.a.

Zahnlücken durch fehlende Zähne wurden bisher mit folgenden klassischen Behandlungsmethoden geschlossen:

  • Klammerzahnersatz (Teilprothesen) mit meist mangelhafter Ästhetik
  • Kronen und Brücken oder Teleskopprothesen mit den bekannten Nachteilen: wertvolle Zahnsubstanz von meist gesunden Nachbarzähnen muss zur Verankerung der fehlenden Zähne abgeschliffen und geopfert werden
  • Totalprothesen bei zahnlosen Kiefern

Die klassischen Behandlungsmethoden haben den großen Nachteil, dass der Kieferknochen an den Stellen wo keine Zahnwurzeln mehr vorhanden sind, sich aufgrund der fehlenden Belastung zurückbildet und schrumpft.

Eine sehr gute Behandlungsmethode bei fehlenden Zähnen ohne die oben genannten Nachteile des herkömmlichern Zahnersatzes bietet das Zahn-Implantat.

Was ist ein Zahnimplantat?
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln meistens aus Titan, seltener aus keramischen Materialien wie Zirkonoxid oder Aluminiumoxid. Hierbei übernehmen die Zahnimplantate die Funktionen von künstlichen Zahnwurzeln.

Die meisten Implantatsysteme (ca. 190 zugelassenen Systeme in Deutschland) sind enossale Titanimplantate mit Schraubgewinde die in den Knochen eingedreht werden. Sie verwachsen mit dem Kieferknochen innerhalb von 3 bis 9 Monaten. Nach der erfolgten Einheilung (Osseointegration) des Zahnimplantates wird das Zahnfleisch über dem Zahnimplantat mittels Stanze, Laser oder chirurgisch entfernt und der definitive Zahnersatz gefertigt.

2. Indikation für ein Zahnimplantat
Grundsätzlich kann ein erfahrener Implantologe bei jedem Patienten Implantate erfolgreich einsetzen. Eine Kontraindikation ist mit den heutigen ausgereiften Methoden zum künstlichen Knochenaufbau (Augmentation, Membrantechnik etc.) nicht mehr gegeben.

3. Eingeschränkte Indikation und Risikofaktoren für Zahnimplantate
Ein Nichterfolg bei Zahnimplantaten resultiert in den meisten Fällen aufgrund von entzündlichen Reaktionen. Aufgabe des Patienten ist es, durch gründliche Zahnreinigung einer Zahnfleischentzündung in Bereich der Implantate (Periimplantitis) entgegenzuwirken.

Rauchen wirkt sehr negativ auf die Mundflora und auf das Immunsystem, es sollte vor und nach der Implantatinsertion nicht geraucht werden. Grundsätzlich sind Krankheiten, die die Immunabwehr reduzieren bei der Insertion von Zahnimplantaten zu berücksichtigen. Patienten mit Diabetes mellitus sollten von der Implantatinsertion perfekt eingestellt sein.
Bei Patienten mit erfolgter Chemotherapie sollte erst einige Monate nach Therapieende implantiert werden.

4. Haltbarkeit und Pflege von Zahnimplantaten
Wenn keine Infektion um das eingesetzte Implantat erfolgt, ist die Haltbarkeit eines Zahnimplantates bei nahezu 100%, also zeitlich unbegrenzt.
Dies bedingt eine konsequent regelmässige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung (PZR) durch den Zahnarzt und eine disziplinierte Zahnpflege durch den Patienten. Die Kosten für eine PZR betragen etwa 50 bis 150 Euro pro Stunde.


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